Do 10.12.2026 | Vortrag & Diskussion | Soziale Revolution und Bürgerkrieg in Spanien Vo-Kü 19:30 | Beginn 20:00 | Von Stefan Junker
Im Juli 1936 putschten die Militärs gegen die junge Republik. Doch in weiten Teilen Spaniens vereitelten Arbeiter und Arbeiterinnen den Militäraufstand. Plötzlich waren die Pfeiler des Staates, Militär und Polizei, verschwunden. Betriebe und Unternehmen wurden in Gemeineigentum überführt, nicht verstaatlicht wie in Russland. Arbeiter und Arbeiterrinnen begannen auf eigene Rechnung zu produzieren – ohne Ausbeutung und Bevormundung. Umrisse einer neuen, einer demokratischen und humanen Gesellschaft zeichneten sich ab. Aus dem Schock erwacht, formierte sich der Staatsapparat von neuem. Republikanische Politiker sehen ihren Hauptfeind
in der Kollektivierung bzw. Sozialisierung. Sie hätten Spanien lieber dem spanischen Faschismus ausgeliefert, als den Forderungen und Vorstellungen der arbeitenden Klassen nachzugeben. Nur die Massenbewegung gestattete dies nicht. Leider hatten die Massen, besonders die anarchistischen Führer die Gefahr unterschätzt. Erschwerend kam die verräterische Politik Stalins und seiner Agenten hinzu. Sie täuschten, betrugen und mordeten. Das sozialistische Experiment war zerschlagen, noch bevor Francos Truppen der Republik ein Ende setzten.
Neben einem kurzen historischen Überblick soll die Kollektivierungsbewegung vor allem in Katalonien skizziert werden. Auch Tätigkeit, Theorie und Selbstkritik der Anarchistinnen und Anarchisten werden angesprochen.








