12 neue Bücher

Gabriel Kuhn, Maurice Schuhmann, Emma Goldman, Horward Zinn, Julijana Ranc, Vera Broido, Horst Stowasser, Christian Riechers, Heinrich Eppe / Ulrich Herrmann, Werner Portmann, Guido R. Schmidt, Die Sudbury Valley School


>Neuer Anarchismus< in den USA Seattle und die Folgen

Gabriel Kuhn (hg.)


Gabriel Kuhn
›Neuer Anarchismus‹ in den USA
Seattle und die Folgen

ISBN: 978-3-89771-474-8 Ausstattung: br., 304 Seiten Preis: 16.80 Euro

Die Proteste gegen das Treffen der Welthandelsorganisation in Seattle 1999 übten wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung gegenwärtiger US-amerikanischer Widerstandskultur aus. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Entwicklung ist das Wiedererstarken einer anarchistischen Bewegung, die heute zu einem großen Teil die politische Dissidenz des Landes definiert. Der vorliegende Band präsentiert diese Bewegung anhand neunzehn individuell eingeleiteter und kommentierter Texte. Die Texte verbinden die Präsentation einflussreicher AutorInnen (Lorenzo Komboa Ervin, David Graeber, John Zerzan, Starhawk, Ward Churchill), Kollektive (CrimethInc., NEFAC, ALF/ELF) und Konzepte (Black Anarchism, Primitivismus, post-linke Anarchie, Postanarchismus, Freeganism) mit Darstellungen anarchistischer Alltagskultur (Evasion, Sascha Scatters Nachruf auf Brad Will) sowie Diskussionen um die Renaissance des Schwarzen Blocks (ACME-Kollektiv), Machoattitüden innerhalb der anarchistischen Szene (Rock-Bloc-Kollektiv), Segregationsprobleme sozialer Bewegungen (Elizabeth Martinez) und anarchistische Ökonomie (Michael Albert). Ein allgemeiner Einführungstext zur Geschichte des Anarchismus in den USA eröffnet den Band.

Aus dem Inhalt
Einleitung
Anarchismus in den USA
Seattle
Zum Buch
1. Der ›Neue Anarchismus‹
David Graeber: »Die neuen AnarchistInnen«
CrimethInc.: »Für unser Leben kämpfen:
Eine Einführung in den Anarchismus«
2. Der Schwarze Block
ACME-Kollektiv: »N30 Kommuniqué aus dem Schwarzen Block«
3. Anarchismus und People of Color
Elizabeth (Betita) Martinez:
»Wo war die Farbe in Seattle? Auf der Suche nach Gründen,
warum die ›große Schlacht‹ so weiß war«
Lorenzo Komboa Ervin:
»Warum ich Anarchist bin / Woran ich glaube«
4. ›Pagan Anarchism‹
Starhawk: »Hin zu einer aktivistischen Spiritualität«
5. Anarchismus und Gender Politics
Rock-Bloc-Kollektiv: »Gib es der Mannarchie!«
6. ›Lifestyle Anarchism‹
Mack Evasion: »Wo sind die Güterzüge?«
Wetlands-Activism-Kollektiv: »Was sind Freegans?«
7. Primitivismus
John Zerzan: »Warum Primitivismus?«
Green-Anarchy-Kollektiv: »Was ist Grüne Anarchie?
Eine Einführung in anti-zivilisatorische Theorie und Praxis«
8. Post-Linke Anarchie
Jason McQuinn:
»Post-linke Anarchie: Lassen wir die Linke hinter uns«
9. Die Antwort linker AnarchistInnen
Peter Staudenmaier: »AnarchistInnen im Wunderland:
Die verkehrte Welt post-linker Anarchie«
10. Anarchismus und Ökonomie
Michael Albert: »Partizipatorische Ökonomie«
11. Postanarchismus
Saul Newman: »Die Politik des Postanarchismus«
12. Anarchismus und Organisation
NEFAC: »Die Frage revolutionärer anarchistischer Organisation:
Ein NEFAC-Positionspapier«
13. Anarchismus, Tierschutz, Naturschutz und Terrorismusanklagen
Randall Amster: »Perspektiven auf den Ökoterrorismus:
Diskurse, Verwirrungen und Opfer«
14. Gegen das Imperium
Ward Churchill: »Manche stoßen zurück«
15. Medienaktivismus
Sascha Scatter: »Im Andenken an Brad Will:
Der alte Freund und verrückte Revolutionär, der dem Tode trotzte«
Gabriel Kuhn ›Neuer Anarchismus‹ in den USA
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Die Lust und die Freiheit Marquis de Sade und Max Stirner. Ihr Freiheitsbegriff im Vergleich

Maurice Schuhmann


Maurice Schuhmann
DIE LUST UND DIE FREIHEIT
Marquis de Sade und Max Stirner
Ihr Freiheitsbegriff im Vergleich

ISBN: 3-87956-308-X / 141 Seiten / 10 Abbildungen Euro (D) 12,80 / sFr 22,50 (unverbindliche Preisempfehlung)

Auf den ersten Blick vielleicht verwirrend, eine Verbindung zwischen Marquis de Sade (1749-1814) und Max Stirner (Johann Caspar Schmidt – 1806-1856) herzustellen. Zwei Charaktere, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Der Franzose, barock, triebhaft-tobend, und der Deutsche, zaghaft, spröde. Biographisch verbindet sie nichts, politisch allerdings einiges. Beide sind radikale Feinde des Staates, antiautoritär – und Individualanarchisten. – Für beide ist nur das sich-selbst-bewußte Individuum Garant unbegrenzter Freiheit. – Marquis de Sade stimmt mit Max Stirner überein: Ich hab‘ Mein Sach‘ auf Nichts gestellt…
Maurice Schuhmann vergleicht in seiner Untersuchung die Freiheitsbegriffe Marquis de Sades und Max Stirners, skizziert die Gemeinsamkeiten ihrer (politischen) Philosophie.

Aus dem Inhalt:
Der Freiheitsbegriff von Marquis de Sade und Max Stirner
de Sades Juliette und ihre erotische Freiheit
Max Stirner und der Verein der Egoisten
Gesellschaftliche Bedingungen für die Existenz des freien Individuums

Maurice Schuhmann, Jahrgang 1978. Studierte in Berlin Politikwissenschaften, Schwerpunkt politische Theorie und Philosophie. Promoviert momentan über die Individualitätskonzepte von de Sade, Max Stirner und Friedrich Nietzsche. Mitglied der Max-Stirner-Gesellschaft.
Maurice Schuhmann DIE LUST UND DIE FREIHEIT
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Gelebtes Leben

Emma Goldman

Autobiographie


Emma Goldman
Gelebtes Leben Autobiographie

Mit einem Vorwort von Ilija Trojanow Aus dem Englischen übersetzt von Marlen Breitinger, Renate Orywa und Sabine Vetter Überarbeitet und mit einer Chronik versehen von Tina Petersen
Gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen Großformat, 928 Seiten, mit 48 Fotografien illustriert € (D) 34,90 € (A) 35,90 / sFr 54,90 ISBN 978-3-89401-731-6 Erschienen August 2010

Emma Goldman, »die rote Emma«, war zu ihren Lebzeiten eine gleichermaßen verehrte wie gefürchtete Symbolfigur des Anarchismus. Sie wurde bekannt durch ihre Schriften, ihre Reden und ihre engagierten Kampagnen für die Rechte der Arbeiter, für Geburtenkontrolle, gegen die Wehrpflicht und für die Friedensbewegung. 1886 war sie im Alter von siebzehn Jahren aus Russland in die USA emigriert. Durch die Hinrichtung der Aufständischen vom Chicagoer Haymarket und die Begegnung mit Johann Most politisiert, erkannte sie bald ihr großes rhetorisches Talent und setzte es bei Vorträgen und Agitationsveranstaltungen ein, wo sie für verschiedenste Belange der Arbeiter und der Unterdrückten kämpfte. Sie wurde mehrere Male zu Gefängnisstrafen verurteilt und 1917, im Zuge der Anarchistenhetze und der Kriegsbegeisterung in der Gesellschaft, nach Russland deportiert, wo sie Zeugin der Auswirkungen der Russischen Revolution wurde. Enttäuscht von der diktatorischen Herrschaft der Bolschewiki, verbrachte sie einige Jahre in Frankreich, wo sie in den zwanziger Jahren ihre Autobiografie verfasste. 1936 nahm sie am Spanischen Bürgerkrieg teil. 1940 starb sie in Toronto. 2010 jährt sich Emma Goldmans Todestag zum 70. Mal.

»Wo Emma Goldman sich zeigt, scheint das Leben eine intensivere Qualität anzunehmen. Sie hat etwas Gigantisches, auch wenn bisher keiner eine Erklärung dafür gefunden hat. Vielleicht ist es – wie in der Wissenschaft –, weil für Emma nichts unwiderruflich ist.«
Margaret Anderson

»Die eigentliche Größe dieser unerschrockenen Frau bestand in ihrem furchtlosen Kampf gegen begangenes Unrecht, ihrem tiefen Verständnis für das leise Empfinden der Menschenseele und die ringende Sehnsucht nach Freiheit, Schönheit und menschlicher Würde.«
Rudolf Rocker

»Emma Goldman ist ohne Zweifel eine der gefährlichsten Anarchisten in diesem Land.«
J. Edgar Hoover

»Emmas Autobiografie wurde mir empfohlen. Durch sie lernte ich die russischen Anarchisten Peter Kropotkin und Michail Bakunin kennen. Ich begann, mich für den Anarchismus als politische Philosophie zu interessieren und entdeckte seine Größe, die aus der blassen orthodoxen politischen Theorie, wie sie in der akademischen Welt gelehrt wurde, herausstach.«
Howard Zinn
Emma Goldman Gelebtes Leben
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Howard Zinn

Schweigen heißt Lügen

Autobiografie

Howard Zinn
Schweigen heißt Lügen
Autobiografie

Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schneider Deutsche Erstausgabe Broschur, 288 Seiten € (D) 22,– € (A) 22,70 / sFr 37,50 ISBN 978-3-89401-604-3 Erschienen Februar 2010

Inhalt

Über 40 Jahre lang stand Howard Zinn in der ersten Reihe des sozialen Wandels in Amerika, vom Hörsaal des ausschließlich von schwarzen Frauen besuchten Spelman College in den 1950er Jahren über die Bewegungen gegen den Vietnam-Krieg in den 1960ern bis zu seiner scharfen Kritik am »Krieg gegen den Terror«. Mit dieser Autobiografie ist ein bewegendes Porträt seiner Epoche entstanden.
Pressestimmen

Ein Interview mit Chomsky,Klein, Arnove und Walker zum Gedenken an den legendären Historiker und Aktivisten: Interview_Zinn_TV_Doku

»Die Beschreibung seines Lebens sollte sich niemand entgehen lassen, der an der Geschichte der Klassenkämpfe und des Pazifismus in den Vereinigten Staaten interessiert ist.«
Lorenz Jäger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein Buch, das zur rechten Zeit auf Deutsch erscheint. In einem Augenblick, in dem in Deutschland allerorten eine Unzufriedenheit zu spüren ist, die aber nicht in politisches Handeln umschlägt. Wer sich nicht engagiert, weil er oder sie glaubt, man könne doch nichts verändern, dem sei dieses Buch unbedingt zur Lektüre empfohlen. Allen anderen natürlich auch.«
Martina Groß, SWR2, Buchkritik

»Allein die Kapitel über die sieben Jahre, die Zinn mit seiner Familie in Atlanta verbracht hat, lohnen die Lektüre des Buches; schon um zu verstehen, welch großen Mut selbst kleine Protest- und Widerstandsaktionen erforderten und unter welch hohem Preis selbst geringste Erfolge im Kampf gegen die Rassensegregation erzielt wurden. (…) Unter einer Politik der kleinen Widerstandsaktionen verstand Zinn eine subversive Alltagspraxis, die den herrschenden Konsens der Macht aufbrechen und zu ›einer mit unbeugsamer Ausdauer betriebenen Aushöhlung der verkrusteten Regeln der Rassentrennung‹ frühen solle.«
Reinhard Sauer, junge Welt

»Das Buch ist eine Lektüre, die sich zu lesen lohnt. Es ist ein Zeugnis davon, dass Howard Zinn sein Leben lang ein erbitterter Kämpfer gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung war und dies stets mit einem libertären und gewaltfreien Ethos verknüpfte – was dieses Engagement und diese Autobiografie besonders bemerkenswert macht.«
Sebastian Kalicha, graswurzelrevolution, Oktober

»Zinn berichtet in seinem neuen Buch von zahlreichen Einzelschicksalen und persönlichen Erfahrungen und gibt dabei tiefe Einblicke in die politisch angespannt Zeit der fünfziger und sechziger Jahre in Amerika. Ein Leckerbissen für alle, die sich für die jüngere US-Geschichte interessieren.«
Profil. Das unabhängige Nachrichtenmagazin Österreich

»Von den Studenten in seinen Hörsälen bis zum Publikum bei seinen vielen Vorträgen und Lesern seiner Bücher – Howard Zinns hoffnungsvolle Stimme wirkt inspirierend.«
Buch-Magazin

»Eine Geschichte und ein Geschichtsschreiber, die uns Hoffnung geben.«
Alice Walker

»Ein starkes, politisch beigeisterndes Buch von einem der engagiertesten Gesellschaftskritiker der Nation.«
Jonathan Kozof

»Diese Autobiografie des bedeutenden Aktivisten und Historikers … bietet einen eloquenten, persönlichen Bericht vom Kampf um Bürgerrechte und gegen den Vietnamkrieg und ist ein universaler Lobgesang auf Protest und Widerstand.«
Matthew Rothschild, The Progressive
Howard Zinn Schweigen heißt Lügen
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Juliana Ranc
Alexandra Ranc-Pfemfert
Ein Gegenleben

Juliana Ranc
Alexandra Ranc-Pfemfert
Ein Gegenleben

Originalveröffentlichung Gebunden mit Schutzumschlag, 576 Seiten, illustriert mit 66 S-W-Fotos € (D) 44,– € (A) 45,30 / sFr 68,90 ISBN 978-3-89401-446-9

Inhalt

Alexandra Ramm-Pfemfert, geboren 1883 in Russland, verließ – ebenso wie fast alle ihre zahlreichen Geschwister – mit achtzehn Jahren das jüdisch-orthodoxe Elternhaus und kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Deutschland, wo sie schnell Zugang zum Berliner Bohème-Milieu fand. Sie wurde die Lebensgefährtin Franz Pfemferts, des Herausgebers der Zeitschrift Die Aktion, hatte Anteil an dessen vielfältigen politischen Aktivitäten und Kontakten (z.B. mit Rudolf Rocker, Otto Rühle, Rosa Luxemburg). Sie übersetzte zahlreiche belletristische und historische Werke aus dem Russischen und seit 1929 auch die wichtigsten Arbeiten des aus der Sowjetunion ausgewiesenen Trotzki, mit dem sie eine umfangreiche, freundschaftliche Korrespondenz unterhielt. 1933 floh sie mit Franz Pfemfert zunächst nach Karsbad, dann nach Paris. Nach ihrer Flucht 1940 aus dem französischen Internierungslager Gurs gelangte sie über Spanien und Portugal nach New York und schließlich nach Mexiko. Nach Pfemferts Tod 1954 kehrte sie nach Westberlin zurück, wo sie im Januar 1963 starb. Alexandra Ramm-Pfemferts Lebensgeschichte spiegelt, bei aller individuellen Einzigartigkeit, die vielfältigen politischen Konstellationen ihrer Zeit. Vor diesem Hintergrund und anhand hunderter unpublizierter Archivdokumente hat Julijana Ranc ihre wechselvollen Lebensphasen rekonstruiert und eine überaus lesenswerte, mit zahlreichen Fotos und Briefen dokumentierte Biographie geschrieben.

Pressestimmen
»Viele herausragende Frauen, die im 20. Jahrhundert Bedeutung hatten, gerieten in Vergessenheit. Da ist es gut, wenn neuerdings junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Spurensuche gehen. Das gilt auch und besonders für die ausgezeichnete Biographie Alexandra Ramm-Pfemferts von Julijana Ranc. Ihre Untersuchung ist gerade deshalb zu würdigen, weil Alexandra Ramm-Pfemfert zeitlebens eine Außenseiterin blieb. (…) Weitaus mehr als ihr Temperament, ihre künstlerisch-politischen Präferenzen oder ihr unkonventioneller Lebensstil war es ihre jüdische Herkunft, durch die sie zur Außenseiterin gemacht wurde. Besonders in dieser Hinsicht ist ihre Biographie ebenso einzigartig wie exemplarisch.«
Das Parlament
»Einer der erstaunlichsten Biographien-Bände ist bei Nautilus erschienen. ›Alexandra Ramm-Pfemfert. Ein Gegenleben‹ von Julijana Ranc. Alexandra Ramm-Pfemfert war weit mehr als nur die Lebensgefährtin des berühmten ›Aktions‹-Herausgebers Franz Pfemfert. Das beweist ihr ungeheuer spannender Briefwechsel mit Trotzki und anderen, der etwa zwei Drittel des dickleibigen Bandes ausmacht.«
Buchmarkt
Juliana Ranc Alexandra Ranc-Pfemfert
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Vera Broido
Tochter der Revolution
Erinnerungen

Vera Broido
Tochter der Revolution

Erinnerungen Mit einem Vorwort von Burkhard Müller-Ulrich Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schneider Deutsche Erstausgabe Gebunden mit Schutzumschlag, 192 Seiten, mit 20 S-W-Fotos € (D) 19,90 € (A) 20,50 / sFr 33,50 ISBN 978-3-89401-443-8 Erschienen 2004

Inhalt

Ihre Eltern heirateten in einem Gefängnis auf dem Weg in die Verbannung nach Sibirien, mit zehn Gefangenen als Trauzeugen. Als aktive Revolutionäre brachten sie ihre vier Kinder bei Freunden und Genossen unter, wenn sie in Sachen Agitation und Propaganda unterwegs waren. Vera Broidos Erinnerungen an das Leben im Exil zur Zarenzeit sind Erinnerungen an ein Paradies vor dem Sündenfall: Als die Familie 1914 zum zweiten Mal in die Verbannung geschickt wird, reisen sie – Vera ist 7 Jahre alt – in der komfortablen Transsibirischen Eisenbahn in eine Idylle. Lebensmittelknappheit ist unbekannt, während die Mutter Keynes übersetzt, kochen die Kinder Marmelade.
1917 kehrt die Familie nach Sankt Petersburg zurück: Broido beschreibt den euphorischen Frühling der Revolution, voller Hoffnungen, und zehn Monate später das Schlangestehen vor geschlossenen Geschäften mit den Lebensmittelmarken in der Hand.
1920 fliehen die Broidos nach Berlin und leben dort in jüdischen Exilkreisen. 1925 geht Vera nach Paris an die Sorbonne. Wichtiger als das Studium sind jedoch andere Lektionen: sie lernt das Malen bei der Konstruktivistin Alexandra Exter, das Charlestontanzen bei Stanislawskis Sohn und beginnt, als sie nach Berlin zurückkehrt, eine siebenjährige Ménage-à-trois mit dem Dadaisten Raoul Hausmann und seiner Frau. Sie wird das Modell seiner berühmten Serie von Aktfotos.

Pressestimmen
»Der Name Vera Broido ist in Deutschland Kunstliebhabern bekannt. Ihr schöner Körper ist als Torso auf vielen Aktfotografien Raoul Hausmanns zu sehen. (…) Trotz des Ehrfurcht gebietenden zeitlichen Abstands wahrt Broido den jugendlichen Blick auf die uns schon ganz fern gerückte Zeit. So ist eine grandiose Melange aus Lebenserinnerung, Reportage und politischer Geschichte entstanden. Zugleich ist das Buch Zeugnis, das sich aus einer Reihe Begebenheiten, Städtebeschreibungen und Porträts (etwa von Ehrenburg, Schwitters, Axelrod) zusammensetzt.«
Frankfurter Rundschau
»Eine gelungene Mischung aus Lebenserinnerung, Reportage und Geschichte, ungeheuer spannend und lebendig erzählt.«
SWR
»Dies ist ein außergewöhnliches Buch, eine Mischung aus Autobiographie, Reportage und moderner Geschichte, alles nahtlos ineinander verwoben in einem Wandteppich der Erinnerung.«
Jewish Chronicle, London
»Tochter der Revolution ist unverfroren persönlich. Es kann auch als eine Art Bildungsroman gelesen werden, dessen Heldin in einer sich verkehrenden Welt eine Erfahrung nach der anderen macht.«
Times Literary Supplement, London
Vera Broido Tochter der Revolution
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Horst Stowasser
Anarchie!
Idee – Geschichte – Perspektive

Horst Stowasser
Anarchie!
Idee – Geschichte – Perspektive

Überarbeitete Sonderausgabe Großformatige Broschur, 512 Seiten, mit mehr als 200 Fotos € (D) 24,90 € (A) 25,60 / sFr 41,90 ISBN 978-3-89401-537-4 Erschienen Februar 2007

Inhalt

»… perfekt ist die Gesellschaft, die Ordnung mit Anarchie verbindet.«
Pierre-Joseph Proudhon

Bunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Das Buch berichtet von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Eine informative und kurzweilig geschriebene Einführung in Ideenwelt und Geschichte des Anarchismus, die neue Impulse gibt.

Anarchie, ein Wort, das von jeher Schrecken ausgelöst hat, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als faszinierende Wundertüte. Sie will das »brutale« Chaos der heutigen Gesellschaft durch das »sanfte« Chaos vernetzter horizontaler Strukturen ersetzen, in der die Herrschaft des Menschen über sich und die Natur überflüssig wird.

Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen lassen das Interesse an sozialen Entwürfen wieder wachsen, die bisher im Schatten standen. Horst Stowasser stellt die bestechendste Utopie vor: den Anarchismus.

Verständlich geschrieben und umfassend angelegt, ist dieses Buch ein Standardwerk. Neben einer kritischen Einführung in die freiheitliche Ideenwelt macht der Autor eine Reise durch die reiche Geschichte anarchistischer Experimente.

Pressestimmen
»›Anarchie ist machbar, Herr Nachbar!‹ Wer erinnerte sich nicht dieses schönen Spruchs aus dem Schatzkästlein der 68er-Poesie. Doch die Geschichte des Anarchismus ist, Bakunin sei’s geklagt, viel zu wenig bekannt. Deshalb greife, wer immer sich darüber informieren möchte, sogleich zu der großartigen Einführung von Horst Stowasser, die mit dem Satz beginnt: ›Am Anfang war der Zorn‹, und mit der Gewissheit endet, dass ›die Zukunft anarchistisch sein wird‹. Denn: ›Die Natur wird weiter bestehen. Die Frage ist, ob der Mensch dann noch dabei ist.‹ Ein Kompendium, das in keiner Hausbibliothek fehlen darf.
Volker Ulrich, Die Zeit
»Zorn, Rebellion und Aufbegehren gegen das, was einengt und unfrei macht; das seien die uralten Triebkräfte der Menschheitsgeschichte. Zu sehen sei das bei den Sklavenaufständen der Antike, in der Geschichte des Michael Kohlhaas, bei den gegenwärtigen Bewegungen etwa der Globalisierungskritik. Freilich sind Hass und Wut schlechte Ratgeber. Doch aus dem ›Spannungsfeld von Zorn und Freiheit‹ ist der Gedanke der Herrschaftsfreiheit entsprungen. Dieser Ideengeschichte der Anarchie hat Horst Stowasser ein dickes, überraschendes und taugliches Grundlagenwerk gewidmet.«
Neue Zürcher Zeitung
Horst Stowasser Anarchie!
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Christian Riechers
Die Niederlage in der Niederlage
Texte zu Arbeiterbewegung, Klassenkampf, Faschismus

Christian Riechers
Die Niederlage in der Niederlage
Texte zu Arbeiterbewegung, Klassenkampf, Faschismus

ISBN: 978-3-89771-453-3 Ausstattung: br., 576 Seiten Preis: 28.00 Euro Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Felix Klopotek Reihe: Dissidenten der Arbeiterbewegung Band 1

Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die linkskommunistische Kritik am beginnenden Stalinismus und mehr noch der Zusammenhang von Arbeiterbewegung und Faschismus.

Inhalt
Der Faschismus wird nicht übermächtig aus eigener Stärke, sondern aus der Schwäche seiner Gegner. Man kann dies als Leitsatz der Essays Christian Riechers’ verstehen. Welchen Anteil haben taktische Fehlentscheidungen und ideologische Phraseologie, exemplarisch verdichtet in den Maßnahmen stalinistischer Gängelung, an der welthistorischen Niederlage der Arbeiterbewegung in den 20er Jahren? Im Mittelpunkt stehen die linkskommunistische Kritik am beginnenden Stalinismus und mehr noch der Zusammenhang von Arbeiterbewegung und Faschismus. Faschismus, womit zunächst der italienische gemeint ist, analysiert Riechers als Ergebnis eines verloren gegangenen – und verloren gegebenen (!) Klassenkampfes. Der Marxismus, so stellt Riechers in der Nachfolge Amadeo Bordigas (erster, noch konsequent kommunistischer Vorsitzender der italienischen KP) fest, ist nicht die Lehre von der Revolution, sondern von der Konterrevolution. Revolutionen machen – das kann jeder! Aber die Niederlagen verkraften, sie verstehen, sich in ihnen zurechtzufinden – dazu bedarf es der feinen Sensoren der Marxschen Kritik. Das ist Riechers’ Credo. In den 70er Jahren, als bundesdeutsche Linksstudenten im fleißigen Parteiaufbau alles taten, um – wahrhaft un-marxistisch – nicht über diese welthistorische Niederlage nachdenken zu müssen, kommt Riechers auf die Frühgeschichte des Faschismus, sozusagen: die italienische Eröffnung, zurück. Er entdeckt Ignazio Silone als brillanten Analytiker, und vor allem rehabilitiert er Amadeo Bordiga: Weder macht Riechers den Bordiga-Kult bizarrer Splittergruppen mit noch schließt er sich dem Mainstream an, in dem Bordiga bloß als halsstarriger Dogmatiker vorkommt. Tatsächlich ist die Penetranz, mit der Bordiga immer wieder der Kommunistischen Internationale ihre Fehleinschätzungen vorwirft, ist das Misstrauen, das er sozialdemokratischen Bündnispartnern im Kampf gegen den Faschismus entgegenbringt, im hohen Maße realistisch.
Rezensionen

„Eine Fundgrube für das ausgezehrte Selbstverständnis des heimischen linken Radikalismus ist das Nachlassbuch von Christina Riechers. Der Autor beeindruckt durch seine stetige Ernsthaftigkeit, Fragen (wie Stalinismus, Fabrik, Kommunismus, Faschismus) auf den Begriff zu bringen. Der Autor zeigt, was ein weichgespültes Meinen gerne meidet.“
Rezension in: Die Aktion, Zeitschrift für Politik, Literatur, Kunst . Heft 216. Herausgegeben von Lutz Schulenburg, Edition Nautilus, Hamburg 2009.

„Riechers (…) verkörpert den Typus des undogmatisch-kritischen, linken Intellektuellen in der Bundesrepublik. Eines ‚konsequenten Linksradikalen‘, wie sich sein Kollege Michael Buckmiller geäußert hat. (…)
Nicht zuletzt als eindrucksvolles Zeugnis für eine stets wache und durchgehende ‚Kritik linker Intellektueller‘ sind diese Texte (…), die Felix Klopotek auf philologisch mustergültige Art und Weise editiert und mit den nötigen Kommentaren, Hinweisen und Registern versehen hat, auch heute lesbar.“
Rezension: Stalinodemokraten . Von Werner Jung. In: StadtRevue 06-09, Köln.

Christian Riechers´ Gramsci-Kritik [PDF]
Eine Rezension zu dem Titel Christian Riechers „Die Niederlage in der Niederlage. Texte zu Arbeiterbewegung, Klassenkampf, Faschismus
“ von Jens Benicke, Rote Ruhr Uni 1/2010

„Mit der Herausgabe dieses Bandes hat sich Klopotek und der Unrast-Verlag in doppelter Hinsicht Verdienste erworben. Sie haben nicht nur einen linken Intellektuellen wieder entdeckt, der obwohl noch nicht zwei Jahrzehnte tot, weitgehend vergessen war. Mit den Texten wird ein Fundus linker Theorie präsentiert, an die wir auch heute noch kritisch anknüpfen können.“ Peter Nowak, auf trend. onlinezeitung 04/10 | Im Weblog [„Glücksgriff“], siehe auch dort [Ein Kritiker Gramscis] von Gerhard Hanloser
Christian Riechers Die Niederlage in der Niederlage
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Heinrich Eppe, Ulrich Herrmann (Hrsg.)
Sozialistische Jugend im 20. Jahrhundert. Studien zur Entwicklung und politischen Praxis der Arbeiterjugendbewegung in Deutschland.

Heinrich Eppe, Ulrich Herrmann (Hrsg.)
Sozialistische Jugend im 20. Jahrhundert

ISBN: 978-3-7799-1136-4 Taschenbuch Seiten/Umfang: ca. 364 Seiten, br. 32,00 Hermann Scheuerer-Englisch, Andreas Hundsalz, Juventa Verlag

Kurz vor dem ersten Weltkrieg formierte sich neben der bürgerlichen Jugendbewegung die Arbeiterjugendbewegung in Deutschland. Nicht Wandern und Jugendkultur, sondern der Kampf gegen Bildungsbenachteiligung, gegen schlechte Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse und für politische Bildung und Partizipation waren von Anfang an ihre politischen Themen. Die Sozialistische Jugend Deutschlands bekmämpfte die Nazis und ließ sich im geteilten Deutschland nicht von der FDJ/SED einfangen. Sie versteht sich damals wie heute als Speerspitze einer Gesellschaftspolitik für soziale Gerechtigkeit und Mitverantwortung. Die Beiträge des vorliegenden Bandes dokumentieren in eindrucksvoller Weise das Engagement und politisch-parlamentarische Wirken besondern der SJD – Die Falken. Ein anregendes Studienbuch mit Materialien für weiterführende Arbeiten.
Heinrich Eppe, Ulrich Herrmann (Hrsg.) Sozialistische Jugend im 20. Jahrhundert
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Werner Portmann
Die wilden Schafe
Max und Siegfried Nacht. Zwei radikale, jüdische Existenzen.

Werner Portmann
Die wilden Schafe
Max und Siegfried Nacht. Zwei radikale, jüdische Existenzen.

Mit einem Vorwort von Siegbert Wolf ISBN: 978-3-89771-455-7 Ausstattung: br., 176 Seiten Preis: 14.00 Euro

Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker:
Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der radikalen europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines radikalen, gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Herrschaft und Totalitarismus wendet. Der Diskurs, der anhand ihrer Schriften, z.B. über Formen der ‚Direkten Aktion‘, geführt wurde und wird, findet aber ohne Kenntnis der eigentlichen Geschichte und der biographischen Hintergründe der Verfasser statt. Denn bis heute sind ihre spannenden Lebensgeschichten nicht aufgearbeitet worden. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen.
Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des revolutionären Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht.
Das Buch thematisiert Siegfried Nachts Freundschaft mit Rudolf Rocker und dessen Einfluss auf ihn. Ebenso seine Rolle im Leben und Werk von Max Nettlau, dem er – wie auch sein Bruder Max – wichtige existentielle Hilfe leistete. Daneben wird Max Nachts Mitwirken bei der Verbreitung anarchistischer Ideen in Galizien und seine zeitweilige Arbeit im russischen Untergrund beleuchtet. Weiter geht das Buch auf Max Nachts, in späten Jahren entwickelten, „skeptischen Anarchismus“ ein, der sich aus den Ideen des polnisch-russischen Revolutionärs Jan Waclav Makhaïski speist. Noch immer könnte dieser „skeptische Anarchismus“ ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle diejenigen sein, die nicht ausschliessen, dass die AnarchistInnen von heute die ChefInnen von morgen sein könnten und für die es keine heiligen Kühe der Kritik und Selbstkritik gibt. Max Nachts manchmal polemische Beurteilung des Anarchismus, gehört trotz aller Überzeichnungen bis heute zum Besten, Ehrlichsten und Radikalsten, was gegen den Anarchismus geschrieben wurde und zeugt von einer gewissen Hassliebe von einem, der sich längst nicht mehr als Anarchist verstand, aber im Innersten nie die Hoffnung auf eine herrschaftslose Gesellschaft aufgegeben hat.
Das Buch ist nicht zuletzt ein Versuch, sich den Beiden anhand ihrer jüdischen Identität oder Nicht-Identität zu nähern. Zweier Juden ohne Gott, die sich immer als Assimilisten betrachtet haben, die auf und in die jüdische Kultur keine grosse Hoffnung mehr setzten und trotzdem lebenslang im Disput mit dieser Kultur und ihren ExponentInnen standen und nie aufhörten, sich in ihrem Umfeld zu bewegen.
Werner Portmann Die wilden Schafe
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Guido R. Schmidt
Woher der Wind weht
Ein Patagonienroman

Guido R. Schmidt
Woher der Wind weht
Ein Patagonienroman

Originalveröffentlichung Gebunden, 384 Seiten € (D) 19,90 € (A) 20,50 / sFr 33,50 ISBN 978-3-89401-729-3 Erschienen August 2010

Inhalt

Die faszinierende, windzerzauste Landschaft Patagoniens stellt den Rahmen für diesen Roman dar: »Vereinzelte dunkle Wolkenfetzen rasten am kobaltblauen Himmel dahin, während ihre Schatten blitzschnell, als wären es monströse Sturmvögel, über die im grellen Sonnenlicht flimmernde Steppe hinwegfegten.«
Veit, ein junger Mann, sucht dort in den achtziger Jahren nach seinem Großvater Emil Sailer, der 1922 dort umgekommen ist. Sailer war bei seiner Ankunft in Südamerika mitten in die großen Streiks auf den Schaf-Farmen und anarchistischen Arbeiteraufstände geraten, die die Großgrundbesitzer mit Hilfe von Privatmilizen blutig niederschlagen ließen, und dann verschwunden.

Noch sechzig Jahre später stößt Veit bei seiner Suche überall auf misstrauisches Schweigen; die Angst, über die Vergangenheit zu sprechen, ist erdrückend, das Grauen der Militärdiktatur noch präsent. Veit deckt nach und nach die Geschichte seines Großvaters auf, der auf der Suche nach einem besseren Leben in der neuen Welt in die blutigen Kämpfe geriet und für sein Abenteuer mit dem Leben bezahlte.

Guido Schmidts Roman beruht auf wahren Begebenheiten und kann als politische Ergänzung zu Bruce Chatwins legendärem Buch In Patagonien. Reise in ein fernes Land gelesen werden.
Guido R. Schmidt Woher der Wind weht
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Daniel Greenberg u. a.
Die Sudbury Valley School
Eine neue Sicht auf das Lernen

Daniel Greenberg u.a.
Die Sudbury Valley School
Eine neue Sicht auf das Lernen

Titel des amerikanischen Originals: „The Sudbury Valley School Experience“ Seiten: 217 erschienen: 2005 ISBN: 978-3-9810444-0-9 Preis: 14,90 EUR

„Ausgangspunkt all unserer Überlegungen war die anscheinend revolutionäre Idee, daß ein Kind eine Person ist, und daß es als Mensch vollen Respekt verdient.“

Die Sudbury Valley School stellt seit 1968 bisher gewohnte Ansichten zum Lernen grundsätzlich in Frage. Die Schüler bestimmen hier selbst jederzeit, was sie lernen, wie sie lernen, womit sie lernen und mit wem sie lernen. Der Erfolg von inzwischen mehr als 30 Schulen dieses Typs auf vier Erdteilen ist nicht von der Hand zu weisen: Ihre Absolventen sind ohne Ausnahme erfolgreich im Berufsleben und engagiert im demokratischen und sozialen Gemeinwesen.

Das vorliegende Buch ist eine Sammlung verschiedener Texte, die die Hintergründe und verschiedenen Aspekte der Schule beleuchten. Sie sollen ein Verständnis dafür vermitteln, worum es bei der Sudbury Valley School geht.
Die Sudbury Valley School
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