Film: Die lange Hoffnung Freitag 15. Juli 2011 20:00

Film: Die lange Hoffnung Freitag 15. Juli 2011 20:00
Ausstellung:  18:00
„Pueblo en Armas“ Volk in Waffen 1936 – 1939Die lange Hoffnung

Beginn: 20:00 Freier Eintritt

Das Video beginnt, wo andere über die Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Denn zum ersten Mal erhielten deutsche Filmer die Erlaubnis, in Spanien Aufnahmen zu machen. 6 Wochen lang begleiteten sie Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an einem beispiellosen sozialen Experiment teilgenommen haben: Bauern, Taglöhner, Handwerker und Arbeiter kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige Staatsaktion, sondern tatsächlich eine Revolution von unten, ausgelöst von Anarchosyndikalisten und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit einer Million Mitglieder eine bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte.
Clara und Augustin treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen. Und doch verkörpern beide ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischen Bewegungen heute. So ist die Geschichte des Videofilms im doppelten Sinn Geschichte: Zwei alte Kämpfer suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird. Eine Reise hat ihre eigene Dynamik: Zufällige Begegnungen entstehen, längst Verschüttetes wird hochgespült, und feste Einschätzungen werden mit einer anderen Realität konfrontiert. Ihre Erfahrungen und Lebendigkeit sind hier festgehalten.

Ausstellung: „Pueblo en Armas“ Volk in Waffen 1936 – 1939

Beginn: 18:00 – 19:45 Freier Eintritt

Heuer jährt sich zum 75. Mal die Spanische Revolution. Aus diesem Anlass zeigen wir eine Ausstellung, die auf 21 Schautafeln einen Überblick über die Ereignisse der Jahre 1936 bis 1939 gibt. Beginnend mit der Ausgangssituation in Spanien wird der Putsch der Generäle, der Kriegsverlauf und die Protagonist_innen auf beiden Seiten – national und international – beschrieben. Die radikalen gesellschaftlichen Veränderungen durch die Soziale Revolution werden u.a. auf Tafeln zur anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT und zu Kollektivierungen von Fabriken und Grund und Boden dargestellt. Ebenso der Aufbruch der Frauen in ein selbstbestimmtes Leben und wie schnell sich das Frauenbild mit der Zurückdrängung der Sozialen Revolution wieder änderte.

Katalog zur Ausstellung:
Autorengruppe Pueblo en Armas
PUEBLO EN ARMAS
Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936 – 1939

Zugang mit Rollstuhl möglich – Leider aber nicht beim WC

anarchistische bibliothek und archiv wien lerchenfelder strasse 124-126 im hof 3. tür 1a 1080 wien geöffnet: montag: 18 bis 20 uhr oder nach absprache www.a-bibliothek.org

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