3. Publikation des Instituts für Anarchismusforschung!

Eine neue Schrift vom Institut für Anarchismusforschung ist eben erschienen und dieses Mal ist es ein Büchlein mit Klebebindung. Hergestellt wurde es in Zusammenarbeit mit Leuten vom Druckraum in Ottakring (druckraum.lnxnt.org). D.h. selbst gedruckt, geklebt und geschnitten, besser könnte es nicht passen, denn das Buch handelt vom Buchdruckerstreik 1913/1914.

Dieser vergessene Streik war von einer Dimension, die heute unvorstellbar ist – 1.200 Betriebe mit knapp 15.000 Beschäftigten beteiligten sich am Streik.
Von Interesse ist er jedoch nicht nur wegen seiner Dimension, sondern weil anhand dieses Streiks die unterschiedlichen politischen Positionen und Ansätze gut sichtbar werden. Jene der Anarchist_innen/ Syndikalist_innen und jene der Sozialdemokratie. Peter Haumer, der ja auch schon eine politische Biographie über Leo Rothziegel verfasst hat, jener Revolutionär der auch an diesem Streik mitwirkt, zeigt dies sehr gut anhand eines kurzen Ausflugs in die Geschichte der proletarischen Bewegung und ihrer theoretischen Auseinandersetzung – namentlich der Generalstreikdebatte.
Das Besondere an dieser Publikation ist auch die umfangreiche Dokumentensammlung, der Wiederabdruck verschiedener Artikel aus der anarchistischen und sozialdemokratischen Presse. Dadurch kann der Druckerstreik auch im Lichte der damaligen publizistischen Auseinandersetzung gelesen werden.

Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich
von Peter Haumer, September 2016
Das Buch ist in der Anarchistischen Bibliothek erhältlich.

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