Fr 9.1.2015 19:30 Textdiskussion „Angst vor dem Konflikt“

Dieses Mal wollen wir den Text Angst vor dem Konflikt (hier als Broschüre zum Drucken) zur Diskussion stellen.

„Immer wenn mehr als ein paar Anarchisten zusammen kommen, gibt es Streitereien. […] Die Streiterein stören mich nicht.

Was mich stört ist der Fokus darauf, zu probieren zu einer Einigung zu kommen. Es wird davon ausgegangen, dass, „weil wir alle Anarchisten sind“, wir alle wirklich die gleiche Sache wollen; unsere scheinbaren Konflikte müssen lediglich Missverständnisse sein, die wir zusammen ausdiskutieren können um einen gemeinsamen Nenner zu finden. Wenn sich jemand weigert Sachen auszudiskutieren und darauf beharrt seine Differenzen zu erhalten, wird dieser als dogmatisch betrachtet. […] Dieses Bestreben einen gemeinsamen Nenner zu finden, schließt ein Leugnen von wirklich realen Konflikten ein.“

„Die Leugnung eines Konflikts und der Einzigartigkeit von Individuen, spiegelt vielleicht einen Fetisch für Einheit wider… Einheit wird seid jeher von der Linken hoch geschätzt. […] Die Einheiten, die auf diese Weise geschaffen werden, sind falsche Einheiten, welche nur durch die Unterdrückung der einzigartigen Verlangen und Leidenschaften der involvierten Individuen gedeihen und sie in eine Masse verwandeln.“

„Masseneinheit, da sie auf der Reduzierung des Individuums zu einer Einheit in einer Allgemeinheit basieren, können niemals eine Grundlage für die Zerstörung von Autorität sein, sondern nur für ihre Unterstützung in der einen oder anderen Form. Da wir Autorität zerstören wollen, müssen wir von einer anderen Grundlage beginnen.“

Wir stellen jeden zweiten Freitag im Monat einen Text zur Diskussion. Diese Diskussionen stellen einen Versuch dar, eine anarchistische Debatte in Gang zu setzen. Wir wollen weder Expert_innen, noch Konsument_innen. Kommt bitte vorbereitet, lest den Text und macht euch dazu Gedanken (evtl. Notizen). Wir wollen unsere Ideen und Vorstellungen teilen und diskutieren um unsere Kritik zu schärfen.

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